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![]() ![]() Das war Macarena . Maggi wurde 1983 in Spanien geboren. Dort ist sie eine Zeit lang auf einer Hippica als " Ausleihpferd " gegangen. Mehr wußte ich leider nicht über ihre Vergangenheit. 1993 ca. ist sie dann nach Deutschland importiert worden. Zu dem Zeitpunkt war sie tragend. Hier hat sie dann auch noch ein paar weitere Fohlen bekommen. Das letzte war Luna! Maggi konnte wegen einiger Alterschwächen nur noch bedingt geritten werden. Sie stand den ganzen Tag mit den anderen Pferden auf der Weide. Sie bekam nun quasi ihr Gnadenbrot bei uns! Hin und wieder wurde sie Spazieren geritten.
15. Juni 2010
Noch heute nach so vielen Jahren denke ich manchmal an Maggi. Die Zeit hat die Wunden geheilt, aber nicht die Erinnerungen an sie verstrichen. Auch noch heute denke ich an sie. Vor allen jetzt, wo wir unsere Pferde an dem Stall haben, wo Maggi und ich damals die schönste Gemeinsame Zeit mit einander hatten.
Ich kann mich immer noch nicht von
ihrer Abschwitzdecke trennen. Sie ist eigentlich schon oll und auch kaputt,
aber ich habe sie immer noch behalten.
Ich weiß es noch genau. Wir waren
damals in Mülheim bei Loesdau. Mir kam die fahrt dorthin ewig weit vor. Ich
wollte unbedingt etwas für Maggi kaufen. Aber was? Ich dachte so ne Decke..
das wäre doch was. Eigentlich brauchten wir so etwas nicht, aber Maggi
sollte sie bekommen.
Ich kaufte also diese Decke und
schmuggelte sie nach Hause. Meine Eltern durften davon nichts wissen. ich
dachte, sie seien stink sauer, wenn ich so etwas kaufe. heute glaube ich das
es doch eigentlich egal gewesen wäre.
Am nächsten Tag fuhr ich super stolz
über meine, für Maggi neue Errungenschaft zum Stall und testete gleich aus.
Und somit hatte Maggi ihre eigene
Abschwitzdecke von mir bekommen ;-)
Ich werde sie weiterhin behalten!
10. Februar 2006
Nun ist Maggi schon 1,5 Jahre tot. Noch
immer denke ich oft an sie. Ich würde sehr viel darum geben, sie noch einmal
an meinem Körper zu spüren. Ihr Fell zu riechen und in ihre Augen zu
schauen.
Nur weil sie nicht mehr bei uns ist,
heißt es nicht, dass sie nicht da ist. Denn für mich ist sie immer noch
hier. Nur leider nicht so nah wie ich es mir erwünsche.
Sie war solch eine liebe Maus und es
ist eigentlich nicht gerecht von uns Menschen, über Leben und Tod zu
entscheiden, aber bei Maggi war es wohl die richtige Entscheidung.
Jeder der in solch einer Situation
steckt, dem stehe ich bei. Lieben heißt los lassen können. Laßt eure Tiere
nicht aus purem Egoismus leiden. Auch wenn es schwer ist, sich für Leben
oder Tod entscheiden zu müssen, wir haben die Möglichkeit unseren Lieblingen
einiges an Leid zu ersparen.
Lieben heißt los lassen können.
Maggi`s Geschichte
Oft Fragen mich die Leute, was Maggi
hatte.
Sie kam als etwa 12 Jahre alte Stute
aus Spanien hier her nach Deutschland. Mein Freund kaufte sie dort von einer
Hippica. Sie trug treu die Urlauber durch die Gegend. Schon damals hatte
Maggi eine leichte Bindegewebsschwäche an ihrem linken Hinterbein. Es wird
wohl ein nicht Behandelter Einschuss gewesen sein.
Als Maggi hier her kam, war sie hoch
tragend. Sie brachte hier einen prächtigen kleinen Hengst zur Welt, den
meine Freundin noch heute besitzt.
Maggi war eine treue Seele, irgendwann
fing ich an sie hier zu reiten. Das Bein war recht dünn, als ich 1997 das
erste mal auf ihrem Rücken saß. WOW, war das ein irres Gefühl.
Ich werde diesen Tag NIEMALS vergessen,
denn es war mein erster richtiger Ausritt auf einem richtigem Pferd. Von dem
tag an durfte ich sie immer reiten wann ich wollte. Maggi und ich wurden ein
richtiges Team. Es machte einfach nur Spaß mit ihr zusammen zu sein. Sie
lief mir hinterher wie ein Hund, ohne Halfter, es war ein so tolles Gefühl.
Ein ganz anderer Umgang mit einem Pferd, als ich es aus den Reitställen
kannte. Maggi war mein bester Lehrer.
1998 stellte mir mein jetziger Freund
Maggi an seinen anderen Reitstall. Die Zeit war wunderbar. Wir standen also
zusammen in Weitmar. Ich hatte die volle Verantwortung für Maggi und ihr
Wohlbefinden. Konnte tun und lassen was ich wollte, und es war MEIN Pferd.
Doch langsam wurde ihr Bein immer schlimmer. Sobald sie Bewegung hatte,
wurde das Bein wieder dünner, doch mit der Zeit hatte es immer mehr an
Volumen zu genommen.
Oft hatte Maggi "Schübe" bei denen das
Bein so sehr anschwoll, das sie Tage lang nicht laufen konnte. Sie hatte
meist dabei hohes Fieber. Ich fuhr jede Nacht zu ihr in den Stall um ihr
Wickel zu machen und einfach nur bei ihr zu sein. Diese Momente haben uns
noch immer mehr zusammen geschweißt.
1999
ging ich mit Maggi zurück zum andern
Stall, denn dort hatte ich nun auch meinen Luci und es war viel zu streßig
jeden Tag 2x zwischen 2 Ställen hin und her zu pendeln.
In der zwischen Zeit hatte Maggi sich
einen Stock in ihr dickes Bein gerammt, keiner wusste wie das passieren
konnte, der Stock steckte einfach dort drin. 1cm an der Sehne vorbei. Maggi
stand 10 tage lang in der Klinik. Danach wurde das Bein kaum noch dünner,
auch nicht bei Bewegung. Die Diagnose hieß: Phlegmone.
Für Laien kann man es als eine Art
Elefantitis Bezeichnen.
In diesem Jahr sprang einer unsere
Hengste über den Zaun und deckte Maggi. Viele dumme Zufälle kamen
aufeinander und Maggi bekam eine Fehlgeburt. Es war aber nicht nur EINE
Fehlgeburt, sondern es waren Zwillinge. Eine Stute und ein Hengst. Beide
waren tot. Die Stute war noch nicht einmal ganz entwickelt, man konnte noch
durch sie hindurch sehen.
Maggi war ganz alleine, sie schien sehr
unruhig zu sein, denn sie war ein paar mal auf den Hengst getreten. Drei
Wochen lang war Maggi völlig durch den Wind. Seit dem weiß ich, dass auch
Pferde trauern können.
2001 bekam Maggi dann noch ein Fohlen.
Ihr letztes. Die kleine Luna. Sie lebt heute bei meiner Freundin Petra, und
ist stolz so eine tolle Mama gehabt zu haben.
2003
zogen wir mit unseren Pferden um. Maggi
lebte sich mehr schlecht als Recht in der neuen Herde ein. Sie stand immer
mit unsere Stuten zusammen, denn DAS war ihre Herde. Das Bein war
mittlerweile so dick, dass ich sogar ein Attest vom Tierarzt für das
Veterinäramt brauchte. Doch Maggi hatte laut TA keine Schmerzen. Das Bein
war zwar dick, aber sie lief freudig mit den andern über die Wiese. Sprang
sogar, stieg und buckelte. Im vollen Galopp mit hoch erhobenen Schweif über
die Wiesen.
Aber Maggi war mittlerweile 20 Jahre
alt, und ich fand sie hat sich ihr Gnadenbrot redlich verdient. Also holte
ich sie nur noch zum knuddel, putzen und spazieren gehen raus. Nicht mehr
zum Reiten.
23. September 2004
ich stand am Paddock und schaute zu
Maggi. Sie sah mir in die Augen. Es war kein Leuchten in ihren Augen. Sie
schaute mich an, als würde sie mir sagen, ich mag nicht mehr. Mir lief eine
Gänsehaut über den Rücken. Ich stand vor einer schweren Entscheidung. Der
Winter klopfte an die Tür, und die Pferden würden den ganzen tag auf dem
Paddock stehen. Keine Weiden auf denen sie rum tollen können.
Ich entschloss mich dazu Maggi gehen zu
lassen.
Dann ging alles ganz schnell. Ein Anruf
bei meiner TÄ (noch mal Danke für deine Hilfe Silli)
ich teilte ihr meine Entscheidung mit,
und sie organisierte alles.
ich wollte das es schnell geht. Nicht
noch Tage auf den Tag X warten. Wenn man das schon "plant" dann doch bitte
schnell.
Am nächsten Morgen sollte es dann
soweit sein. Der Abdecker war bestellt und Silke wollte um 8h am Stall sein.
Ich überlegte hin und her, ob ich
wirklich dabei sein wollte. Immerhin hatte ich noch nie so etwas mit
gemacht. Maggi war MEIN erstes Pferd, und ich wußte nicht, was mich dort
erwarten würde.
Ich entschloss mich dann dazu, nicht
dabei zu sein. In der Nacht war ich dann noch einige Stunden bei ihr. Putze
sie, kuschelte sie, weinte!
Dann fuhr ich nach Hause mit einem
weinenden und einem lachenden Auge.
Lieben heißt los lassen. Ich habe
geliebt, und ich habe los gelassen. Mein Freund und EIN Freund waren bei
Maggi und begleiteten sie auf ihrem letzen Weg.
Carsten machte Fotos für mich. Es mag
makaber klingen, aber ich wollte auch Bilder, wie sie dort liegt. Carsten
erfüllte mir meinen Wunsch.
Wenn ich heute noch mal Entscheiden
müßte, ich würde diesmal dabei sein und mein Pferd auf seinem letzen Weg
begleiten, Aber damals schien es für mich die richtige Entscheidung zu sein.
Sie fehlt mir so.
30.April 2005 Nun ist es schon mehr als ein halbes Jahr her, als Maggi den Weg über die Regenbogenbrücke machte. Doch es erinnert mich immer wieder an sie. Oft finde ich mich in einer Situation wieder wo ich denke, Maggi!
Noch immer ist sie in meinen Gedanken und vor allen in meinen Herzen. Oft gibt es Momente wo ich sage, Maggi damals, die war so und so. Oder mit Maggi habe ich das und das Erlebt. Immer wieder taucht dieses Pferd in meinem Leben auf. Es ist wie verhext. Ich erinnere mich so gern an sie zurück. Wenn ich an sie denke, stimmt es mich aber nicht traurig. Ich bin dann mit Freude gefüllt. Denn ich weiß das es ihr nun gut geht, sie keinen Schmerz ertragen muß und auf der IMMER- Grünen Wiese stehen darf. Wie oft habe ich ein altes Bild von ihr in der Hand? Wie oft halte ich ihre Abschwitzdecke in Händen? Wie oft hänge ich ihr Halfter von Links nach Rechts? Doch jedes Mal gehe ich mit einem lachenden Auge hinaus! Ich vermisse sie so oft. Sie fehlt mir hier, aber ich weiß, es geht ihr gut! Und das macht mich Glücklich und befriedigt meinen Schmerz.
In Gedanken an meine kleine Maus! Die immer noch bei mir lebt! 24. September 2004 Heute haben wir sie nun von ihren Altersschwächen erlöst!! Das letzte Bild von ihr! 24.September 2004 ca. 7.30H, kurz vorher...
12.September 2004
27.Februar 2004
2. August 2003
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